Merit Medical ist täglich bestrebt, die Bedürfnisse der Ärzte zu verstehen und innovative, hochwertige medizinische Geräte zu entwickeln und bereitzustellen, die die Patientenversorgung verbessern.
Hinter dieser wichtigen Arbeit steht ein Team von Innovatoren, Mitarbeitern, die unsere Mission auf die nächste Ebene heben, indem sie Lösungen für die schwierigsten klinischen Herausforderungen erfinden.
TREFFEN SIE CHRISTOPHER CINDRICH
Principal Engineer
10 Jahre Innovation bei Merit Medical
Welches Patent halten Sie bei Merit?
Ich bin Inhaber zahlreicher Patente bei Merit, aber am spannendsten finde ich ein Gerät zum Einsetzen einer Gefäßprothese, das ich erfunden habe, und seine Verwendungsmethode.
Welche Patientengruppe kommt davon in Frage?
Das Produkt kommt Dialysepatienten zugute. Es wird verwendet, um Patienten mit Stenosen (Verengungen) und Okklusionen (Blockaden) in ihrem Dialyse-Abflusskreislauf zu helfen.
Verstopfungen im Abflusskreislauf können zu wiederholten Eingriffen, häufigen Krankenhausaufenthalten und einer unzureichenden Dialysebehandlung führen.
Dieses Produkt ist für die Verwendung mit Stents konzipiert, um erkrankte Gefäße von Patienten zu öffnen und so die Dialysebehandlung und die Lebensqualität zu verbessern.
Was war die Inspiration für dieses Produkt?
Ein gewöhnlicher Kabelbinder.
Das Auslösegerät ist komplexer, wurde aber so konzipiert, dass es die gleiche Grundbewegung wie ein Kabelbinder verwendet – Bewegung in nur eine Richtung.
Was macht dieses Produkt besonders?
Dieses Einführgerät ist für die Verwendung mit selbstexpandierenden Stents vorgesehen. Stents werden verwendet, um ein erkranktes Gefäß offen zu halten und so während der Dialyse den Blutfluss zu verbessern.
Um einen selbstexpandierenden Stent in das Gefäß eines Patienten einzuführen, muss er zunächst in einer Hülle zusammengedrückt werden, bis er sich entfalten kann. Die Hülle ist mit dem Entfaltungsgerät verbunden.
Um den Stent einzusetzen, drückt ein Arzt einen Hebel am Griff des Einsatzgeräts, ähnlich wie eine Handbremse bei einem Fahrrad.
Dies führt dazu, dass sich im Inneren des Auslösegeräts ein „Schlitten“ vor und zurück bewegt.
Der Schieber ist an der Hülle befestigt, die den Stent hält, der sich nun im Patienten befindet. Durch diese Hin- und Herbewegung wird der zusammengedrückte Stent langsam aus der Hülle herausgeschoben und tiefer in das Gefäß des Patienten eingeführt.
Um den Stent zu positionieren, drückt der Arzt den Griff mehrere Male und bewegt den Stent dabei nur in eine Richtung. Wenn der Hebel losgelassen wird, hält die Kabelbinderfunktion des Geräts die Hülle an Ort und Stelle, während der Hebel zurückgesetzt wird. So kann der Arzt den Hebel immer wieder drücken und jedes Mal ein weiteres Segment des Stents in das Gefäß schieben.


Die Kabelbinderfunktion ermöglicht die schrittweise Entfaltung des Stents, was dem Arzt eine außergewöhnliche Kontrolle bei der Platzierung des Stents bietet. Darüber hinaus hilft die Kabelbinderfunktion dem Entfaltungssystem, die Reibung zwischen dem Stent und der ihn haltenden Hülle zu überwinden.
Wenn der Stent freigegeben wird, dehnt er sich aus und hält das Gefäß offen. Anschließend wird das Einführgerät aus dem Gefäß des Patienten entfernt und der Eingriff ist beendet.
Was war Ihre größte Herausforderung bei der Erfindung dieses Produkts und wie haben Sie sie gemeistert?
Die größte Herausforderung bestand nicht darin, den Kabelbinder zu erfinden, sondern eine Hülle zu schaffen, die den zusammengedrückten Stent halten konnte, ohne sich während der Stentfreisetzung zu dehnen oder zu verlängern.

Frühere Versionen der Hülle dehnten sich und ließen nicht zu, dass der Stent vollständig in das Gefäß freigesetzt wurde. In Kombination mit Verbesserungen an der Kabelbinderkomponente haben wir verstärkte Hüllen entwickelt, um dieses Problem zu lösen.
Wer ist als Erfinder Ihr Vorbild und warum?
Ich fühle mich zu Menschen hingezogen, die Probleme lösen. Erfinder sind in gewisser Weise einfach Problemlöser.
In meinem Fall erhalte ich bei Merit die Möglichkeit, Geräte zu entwerfen und zu entwickeln, die zu verbesserten Methoden für eine bessere Patientenversorgung beitragen.
Dies erfordert von mir, mich in die Lage des Arztes, des Patienten und von Merit als Hersteller zu versetzen.
FÜR DEN ARZT:
Wie kann ich ein Werkzeug erfinden, mit dem ich eine Aufgabe richtig, sicher und effektiv erledigen kann? Wie kann ich ein Gerät erfinden, mit dem sich Ärzte schnell an Verbesserungen anpassen können?
FÜR DEN PATIENTEN:
Wie kann ich dazu beitragen, ein Gerät zu entwickeln, das die Lebensqualität verbessert – beispielsweise durch weniger Krankenhausbesuche und dadurch mehr Zeit mit den Liebsten?
FÜR VERDIENSTE:
Und schließlich: Wie kann ich ein Gerät entwickeln, das Merit als Hersteller erfolgreich produzieren kann? Wie können wir seine Teile robust, aber dennoch einfach und kostengünstig zusammenbauen?
Das ist Problemlösung und jeder, der auf diese Weise kritisch denkt, ist für mich ein Vorbild.